sanfte Zeilen

Oktober 30, 2009

Fabelwesenschattenspiele

Gespeichert unter: aus meiner Feder, momente — Chr. v. M. @ 10:16
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welch tag

ein flatternder tanz

wie ein offener mund
lautloser schrei
ein aufbäumen
letzte darbietung.
tausendfach gebrochene sonnenstrahlen
gleißend spielend blenden
in sich kippendes
prismafarbenes ergießen
auf aufgeplatzten wellen

schwappendes nachtboot im gleiten
und auf den lippen des schiffers ein lied
der dunkelheit geweiht


leise
du


in der abendstille


störe nicht die ruhe
gleite — gleite
das dunkle nachtvolk ist unterwegs


gleite

ihr

ist die Traumwelt geweiht.

© C.v.M.


Fabelwesenschattenspiele

leise Welten ..hier bleiben wollen …

Gespeichert unter: Tagebucheintragungen, aus meiner Feder — Chr. v. M. @ 10:08
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sanfte hügel weichfließend bis in die wattebausch wolken.
in sich verschwimmt grünbrau mit einer umarmung.
knacksende hölzer äste angebrochen

verstreut aufgeschüttet und im vermoosen
harzig duftend – wie ein bett – schwebend über
moosigblühenden waldboden.


sitzend ich- erschauert mit den blick
in die unendlichen fernen des italienischblauen himmels
in diese leisen welten menschlichen schweigens hier ,
nur natürliche ruhe
so tief vom grunde der stille.


so klein sinkt mein herz ein
und tanzt ohne furcht mit mutter natur einen walzer
und dort das rauschen in den baumkronen -
wo der junge wind blätter küsst und mich vergleichen läßt
mit dem lautsein dort unten im trubel und hektik zwischen menschen
eine stillspiegelung mit jener endlosen
leis`heit wie das ewige dasein
der lebendigtönenden jahreszeiten hier.


die gedanken stürzen bis ins übermaß und
tauchen ab,
einsinken in diesem meer ist
wie ein hoffnungslos inniges ertrinken
und ewig dann bleiben wollen

hier auf dem hügel zwischen himmel und erde.

© C.v.M.

Oktober 24, 2009

Seelenküsse für meinen Bruder

Gespeichert unter: aus meiner Feder, momente — Chr. v. M. @ 11:28
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Man kann buchstaben so aufhängen das der wind die backen aufbläst und durch sie hindurchfährt.
bis sie zu schwingen anfangen , ein läuten erklingt -
wie die königsblauen glockenblumen die nur sonntagskinder hören oder vielleicht verliebte.
verschworene wortmelodien zitternd in der luft fast greifbar.


der ast trägt sie leicht und kinderaugen staunen.

großvater lehnte am stamm und wir saßen geschützt unter dem blattwerk im schatten mit hochgezogenen knien
lauschten seinen kleinen geheimnisumwitterten geschichten die wie von zauberhand gestalt annahmen
traumwelten die nur uns gehörten meinem bruder und mir.

keine begann mit es war einmal- nein

sie waren auf seinen lippen und wir saugten sie in uns ein, tranken sie gierig
waren in ihnen integriert, durchlebten sie.

lachende kinderträume
die sich in dem gesicht des alterndes mannes wiederspiegelten
und marienkäfer krabbelten auf dem – U -
schaukelten dort eine weile bis sie die spitze erreichten und zum flug starteten
auf unser erstauntes – O -

…..verloren ihre punkte die sanft auf dem

U und dem O

zum liegen kamen.
wie waren wir glücklich.

© C.v.M.
* Christin *

Oktober 19, 2009

im Suchen : ich ..

Gespeichert unter: aus meiner Feder — Chr. v. M. @ 3:23
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sehnsucht nach farben

ich suche das ende

vom regenbogen

wälze mich durch farben

im colorrausch tanze ich

nackt

zwischen lila und senfgelb

tauchen in smaragdgrün


silberblitzende fische

springen mir aus

dem offenem mund

zwischen wahn und erfolg

ist es nicht weit


so rutsche ich längsschräg

an der liebe vorbei

kippe tränenwasser aus

das die mäuler nach luft ringen

verschwappte rosinenträume

und unterwegs im abgleiten

schneide ich streifen

in das erfolspapier

und suche

mit dem großen onkel

tastend das ende

des regenbogens.


© C.v.M.

* Christin *


Geliebtes DU

Gespeichert unter: aus meiner Feder — Chr. v. M. @ 1:53
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umarmt

geliebter

sie fallen hinter die sterne
worte
aus
buchstaben
sinken ein
und sprießen neu
wartend
das ich sie pflücke
sie drängeln sich
im stehen
wachsen

nach meiner gierigen hand
fallen
nein
stürzen vom himmel
wenn du nach ihnen rufst
und ich
ich sortiere sie dir
neu
und streue sie wieder aus
über unsere liebe
das sie in dich einsinken
wieder und wieder
worte
wie :
ich liebe dich !

© C.v.M.
* Christin *

der Punkt

Gespeichert unter: aus meiner Feder — Chr. v. M. @ 10:47
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der Punkt

“ geliebter
ich möchte dir heute
einen punkt
als lächeln
auf das i setzen
als
W i R .“

an deinen haerchen
drückt sich mein atem
ich versinke
zwischen den falten
deiner flauschigen decke
fühle unter deiner haut
das klopfen unserer herzen
im eintauchen
rollen
wir
den punkt
auf unsere liebe.

© C.v.M.

September 29, 2009

das Warten

Gespeichert unter: aus meiner Feder — Chr. v. M. @ 12:38
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das warten..
unter der wurzel der diestel
wohnt die sprache
es zittert im starren geäst
der klang meiner sprache

ein warten

im schatten des unterholzes.


© C.v.M.
* Christin *
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September 20, 2009

goldbeflaggt der herbst !

Gespeichert unter: aus meiner Feder — Chr. v. M. @ 1:11
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goldbeflaggt der herbst !

hundert bunte drachen

steigen
schweben

segeln in den lüften


weben tänzelnd liebesreigen

und im goldbraun
stoppelfelder

stehen knaben – winken mädchen
sommerlich noch dünn bekleidet


lachen dort nicht sommersprossen ?

goldne flaggen
himmelsbooten

flügelschlagend

himmelblau wie eingewickelt

herbstfroh uns
ein
* seid willkommen ! *
© C.v.M.


September 19, 2009

Tag der deutschen Einheit

Gespeichert unter: aus meiner Feder — Chr. v. M. @ 12:54
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Tag der Deutschen Einheit

auf graustummen stein sitzend 
im puls der zeit 
gespürter takt : vergangenheit
im rausch der geschichte 
immer die pochende 
erinnerung in den adern.

hoffnungsphantom 
mit den gespaltenen flügeln 
der geknechteten jahre 
tanzende freiheitsrunde 
über deutscher vereinigung.

sie sprühten grafitibilder buntschreiend 
auf ergraute mauersteine 
zwischen steinritzen klebte blutig 
die erworbene freiheit 
moosüberwachsen fetzen von leid und tränen

der schrei nach einigkeit
gemeinsamkeiten

hing gedreht im rostigen stacheldraht 
und wartete auf erneuerungen.

weiße papierblüten 
flatternd wehend im roten wind 
wie freiheitsfahnen 
gleichzeitiges winken 
und händeklatschen 
von west nach ost oder 
ost nach west 
wer weiß es noch ?

gemeinsamkeiten
es hängen herzen in der luft 
sie sind verbunden.

gemeinsames pochen und staunen.. 
immer noch

und
immer wieder !

© C.v.M.


Stille

Gespeichert unter: aus meiner Feder — Chr. v. M. @ 11:46
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stille
fast wie leise
zwischen gesetzten buchstaben
was nie geschrieben wurde
unsichtbar
weil nur gedacht

tonlos
zwischen meinen und deinen sätzen
was nie gesprochen wurde
lautlos leise
still
nicht hörbar
weil zwischen deiner
erschlafften wortkraft
und meinen verschwommenen zeilen
der mut fehlt

unsichtbares zwischen
verwischten lettern
deinen und meinen
kraftloses aufgeben
durch angst vernunft und vorsicht
zusammengebunden
zum versenken in tränenwasser
wofür es wieder keine worte gibt

tonlose stille
auch sprachlos
weil wichtiges und wahres
auch unsichtbar
hörbar
an unseren seelenfäden hängt
und laut
kichert.

© C.v.M.
.


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